Integration

Leistet BW aktuell gute Arbeit in Bezug auf die Integration?

Sprache       

  • Bürger, die in Baden-Württemberg leben und die deutsche Sprache nicht sprechen, haben kaum Aussicht wirtschaftlich, sozial und kulturell integriert zu werden. Also müssen wir zuerst einmal den Spracherwerb fördern.
  • Bei Erwachsenen hat das BAMF mit dem Trägerschreiber vom 11. April 2019 hat das BAMF endlich die Stundenzahl der Kurse von 600 auf 900 erhöht, leider ausschließlich für diejenigen, die erst das lateinische Alphabet lernen müssen; hinzu kommen die 300 möglichen »Wiederholungsstunden«. è Grundsätzliche Erhöhung der Stundenzahl.
  • Mütter mit Fluchthintergrund haben häufig keine Möglichkeit, einen Deutschkurs zu belegen, da ihnen Betreuungsplätze für ihre Kinder fehlen. Grundkenntnisse in Deutsch stellen jedoch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration, sowohl der Mütter als auch ihrer Kinder, in die deutsche Gesellschaft dar. Hier muss unbedingt nachgebessert werden.
  • Ausbau des Fachspracherwerbs während Abschlüssen und in der Ausbildung

Auf dem Weg zu einem Bildungsabschluss oder wenn sich junge Menschen mit Migrationshintergrund in der Ausbildung befinden, scheitern sie oft an Sprachkenntnissen oder an der Berufsschule mit hohen fachsprachlichen Anteil. Hier muss mehr ausgebildetes Personal zur Begleitung der jungen Menschen während der Ausbildung und in der Berufsschule zur Verfügung gestellt werden.

Schule        

  • Situation in den Vorbereitungsklassen ist äußerst angespannt. Hier gibt es eine Sprach-, Bildungs- und Altersheterogenität. Die Klassenstärke darf bis zu 24 Kinder betragen, betreut von nur einer Lehrkraft. Es bedarf eines hoch differenzierten Unterrichts, um eine solche Aufgabe zu bewältigen. An dieser Stelle benötigen wir
    • eine wesentlich kleineren Klassenteiler auf maximal 16 SuS è entsprechend der Integrationskurse bei Erwachsenen,
    • konstantes Teamteaching, also eine Besetzung mit mindestens zwei Lehrkräften,
    • wieder eine Erhöhung des Stundenpools der VKL,
    • ein qualifiziertes Übergangsmanagement in die Regelklassen und unbedingte Begleitung der integrierten Schüler durch eine Erhöhung der Stundenzahl in der nachgehenden Sprachförderung.

Gibt es Ihrer Meinung nach ein Rassismusproblem in Polizei/Sicherheitsbehörden?

  • Angesichts der bekannt gewordenen Vorfälle von rechtsradikalen Äußerungen innerhalb der Polizei ist eine heftige Debatte entstanden.
  • Meiner Meinung nach muss jedoch jegliches rassistisches Verhalten und Vorgehen von Behörden und Beamten verfolgt und geahndet werden, nicht nur im Polizeibereich.
  • Die derzeit gängige Überprüfung der Dienstanwärter beruht lediglich auf Eigenangaben. Hier kann ich mir eine Regelabfrage beim Verfassungsschutz bei Neuanwärtern für den Polizeidienst vorstellen.
  • Extremismus hat in staatlichen Institutionen nichts zu suchen und muss konsequent verfolgt werden.

  • Wichtig wäre mir auch, die Arbeit der Antidiskriminierungsstellen des Landes LADS (Landes-Antidiskriminierungsstelle BW) und die der Stadt Karlsruhe zu stärken und zu fördern.